Haha - was hab ich euch gesagt, ich bin tatsächlich gestern Abend nach einer halben Stunde beim Film eingeschlafen. Wobei “Entgleist” eigentlich ein halbwegs guter Film war
Naja was solls, ich war echt todmüde! Jetzt habe ich aber grad Pause und kann euch von dem chaotischen Geburtstags-Wochenende erzählen. Ok, wo fange ich an? Am besten am Anfang:
Am Samstag war ich direkt morgens einkaufen um die Zutaten für den Kuchen und die sonstigen Lebensmittel, die ich für meine zahlreichen Mahlzeiten so brauchte, zu besorgen.
Im Kaufland angekommen erwartete mich schon eine 1km 100m unglaublich lange Schlange vor dem Pfandautomaten… Von 3 Automaten funktionierte sage und schreibe genau EINER und bei dem konnte man auch nur einzelne Flaschen einwerfen und keine Kästen… Sowas braucht man natürlich, wenn man es eilig hat.. Aber zurück zum Auto um das Pfand wegzubringen, wollte ich dann auch nicht mehr und stellte mich tapfer an. Wie gut in solchen Situationen ein iPhone ist, um die Zeit sinnvoll zu nutzen und eure Blogs per Google Reader zu lesen
Obwohl die gereizten Menschen in dieser Schlange auf Ihre Art auch sehr amüsant waren: “Ich steh hier schon die ganze Zeit du Idiot” und “Mach mal schneller da vorne” waren nur die harmlosesten Sätze die sich die Leute um die Ohren warfen.
Irgendwann war ich aber auch mal dran und konnte erfolgreich mein Pfand abgeben und endlich auf zum Lebensmittelkauf. Zum Glück habe ich auch alles bekommen. Es gab sogar grüne Lebensmittelfarbe für den geplanten Geburtstagskuchen. Kaufland ist wirklich ein toller Laden - da gibt es einfach ALLES. Naja, bis auf genügend Pfandautomaten… Aber zurück zum Thema, die grüne Lebensmittelfarbe spielt nämlich noch eine große Rolle in meinem Wochenende. Aber halt.. ihr wisst ja noch gar nicht was ich mir für eine Torte für meinen Freund vorgenommen hatte… Konnte ich ja vorher nicht verraten, die Gefahr, dass er hier vorbeiliest, war zu groß
Also mein Plan war es, für meinen Fußballverrückten Freund, zum Geburtstag eine Fußballtorte zu backen. Auf diese tolle Idee hat mich Christina gebracht, da sie in ihrem Blog darüber berichtet hatte.
Gesagt getan, ab nach Hause. Es war jetzt ca. 12 Uhr Mittags und ich dachte mir, dass es ja nicht verkehrt sein könnte jetzt schon mal mit dem Kuchen anzufangen, denn ich hatte viel vor mir: Boden backen, Creme vorbereiten und 2 Stunden kalt Stellen UND die grüne Glasur alias Fußballrasen vorbereiten und auf den Kuchen streichen. Ich wollte die Torte ja meinem Freund pünktlich um 0:00 Uhr inklusive einer singenden “Happy Birthday Kerze” überreichen :)
Das Kuchenrezept basiert auf einer “Affenschnitte”. Das Rezept habe ich auf chefkoch.de gefunden und gibt es HIER. Wie der Name schon ahnen lässt sind Bananen im Kuchen und eins kann ich ja vorweg nehmen, das Rezept ist toll und schmeckt sehr lecker. Das waren all meine Zutaten, die ich gebraucht habe:

Der Kuchen an sich war auch gar nicht das Problem. Erst habe ich nach Vorgaben den Kuchenboden gebacken und auskühlen lassen. In der Zwischenzeit habe ich dann die Küche aufgeräumt, denn wenn ich backe sieht man das auch :D Nach ca. 1 Stunde war der Boden abgekühlt und ich konnte die halben Bananen darauf verteilt:

Hat auch alles geklappt… Dann wurde es etwas kniffliger und ich musste die Quarkcreme anmischen. Es fing schon mit der Sahne an… Mache aus 2 Bechern flüssiger Sahne FESTE Sahne… Kein Problem. Elektrischer Rührbesen raus geholt (Ich mach das doch nicht mit der Hand) *Rühr Rühr* * aus dem Fenster schauen* *lallalala* Butter geschlagen! Soll heißen - ab in den Müll :( Zum Glück habe ich direkt mehr Zutaten geholt. Also neuer Versuch, dieses mal eine Kombination aus Schneebesen und Rührbesen. Puh - das hat dann geklappt, dann kam noch etwas Gelantine rein, damit die Masse fest wird. Hat aber auch alles geklappt. Creme über den Kuchen und ab für 2 Stunden in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit musste wieder die Küche aufgeräumt werden, spülen, etc… und dann musste ich ja noch irgendwie Tore basteln. Die habe ich nämlich nicht mehr besorgt bekommen und 13€ für TipKick Tore fand ich übertrieben. Somit bastelte ich Tore aus Esspapier. Hierfür habe ich dünne Streifen geschnitten und mit Hilfe von Zuckerguss zusammengeklebt. Der Spaß hat mich dann mal locker 1 Stunde gekostet…
Nach den zwei Stunden war es dann soweit, die Creme war fest und ich musste mich an den Belag alias grüner Fussballrasen wagen. Im Vorfeld habe ich mir ein tolles Rezept von der lieben Loredana geben lassen. Denn ich entschied mich gegen einen Marzipan Belag, aus Angst einen gefleckten, da unregelmäßig gefärbten, Rasen zu erhalten. Somit mischte ich Butter, weiße Schokolade, Wasser und unglaublich viel Puderzucker zu einer cremigen Masse und färbte diese dann mit der grünen Lebensmittelfarbe.
Soweit so gut. Die grüne Lebensmittelfarbe verfärbte bei Berührung direkt meine Hände und ließ sich auch nur halbwegs wieder davon entfernen. Damit fing meine grüne Odyssee an… Die Creme war mitlerweile grün und nun kam ich zu dem Punkt, die Creme gleichmäßig auf die Torte zu bekommen. Ich schüttete also vorsichtig, die grüne Creme auf die feste Quarkcreme. UND DA PASSIERTE ES!!! Die komplette Creme lief runter. Nicht nur vom Kuchen, auch von meinem Tisch auf den Boden und machte sich dort seinen Weg
Als wenn Wasser auf eine Lotusblüte trifft, stieß die Quarkcreme meinen grünen Rasen einfach ab… Aber nicht mit mir! Ich hatte genug grüne Rasencreme und verteilte sie wieder auf dem Kuchen, denn wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, MUSS das auch klappen! Creme also fix wieder auf den Kuchen geschmiert und ab in den Kühlschrnk, denn vielleicht ist die Kälte auf meiner Seite und vollendet mein Kunstwerk. Falsch gedacht. Eine halbe Stunde später, war jedes im Kühlschrank befindliche Lebensmittel voll von grüner Zuckercreme . BIS auf den Kuchen
An dieser Stelle gibt es kein Foto, von meinem Kühlschrank, denn es war ein trauriger Anblick und es hat mich viel Zeit gekostet dieses Chaos wieder zu bereinigen
ich ließ ihn so verharren und nach einer Zeit hatte die Quarkcreme etwas von der grünen Farbe angenommen, so dass ich um kurz vor zwölf noch die restlichen Verzierungen anbringen konnte und der Kuchen letztendlich so aussah:

Okay, er sah nicht lange so aus, denn irgendwann entschied sich auch die Mittellinie vom Kuchen zu fließen und die Tore fielen auch nach einiger Zeit um, aber mein Freund hat sich riesig darüber gefreut und das war es die ganze Mühe wert!!! Er hat meine kurzzeitigen Gefühlsausbrüche ja auch den ganzen Tag über mitbekommen und fragte sich immer, was ich da in der Küche so veranstalte
Er meinte dann total süß zu mir: “Es hat halt auf dem Fußballplatz geregnet!”
Soviel Mitgefühl ließ meine Frustration über den gescheiterten Vorzeigekuchen verblassen und wir begossen seinen Geburtstag mit Sekt. Den brauchte ich nach DIESEM Tag dann aber auch!
Am nächsten Morgen gabs dann Frühstück und Geschenke für ihn. Jetzt kann ich euch ja auch verraten was es gab:

Einen blauen Schal, ein weißes Hemd, eine schwarze Umhängetasche und eine Uhr

Er hat sich wirklich riesig gefreut und das war das Schönste
Danach ging es dann zu seinen Familie, wo wir alles gemütlich zusammen gegrillt haben und einfach einen unglaublich schönen Tag hatten. Das Wetter spielte leide nicht so mit, aber das störte uns nicht weiter
Meine Kuchenkatastrophe kam natürlich mit und wurde tatsächlich für toll befunden
Vorallem schmeckte er tatsächlich, auch wenn er nicht so aussah - hahaha!
Ja und wie mein Sonntag Abend ausging wisst ihr ja bereits
Ich hoffe ich habe euch jetzt nicht all zu sehr mit meiner Kuchengeschichte gelangweilt, aber es hat auch mal gut getan, sich den Kuchenfrust von der Seele zu schreiben
Heute Abend gehts auch gleich weiter, denn dann kommen meine Eltern zum Essen. Aber keine Sorge, heute gibt es keine Experimente
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!!!